Neuigkeiten aus Fürth

Entwicklung gelobt

Foto: Ebersberger

Seit 2005 lässt die Stadtverwaltung in einem Abstand von drei bis vier Jahren Bürgerumfragen durchführen. Dieser Tage hat Wilfried Weisenberger, Geschäftsführer der beauftragten Fürther Firma "SK Standort Kommune", die neuesten Ergebnisse im Wirtschaftsausschuss vorgestellt. Der Titel der Studie lautet in diesem Jahr "Fürth – eine Liebe, die wächst".

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Der Grund ist zum einen, dass die zentrale Frage "Wie gerne leben Sie in Fürth?" 91,3 Prozent der Befragten mit gerne oder sehr gerne beantworteten. Nach 89 Prozent in den Jahren 2008 und 2012 sowie 90,5 Prozent in 2016 stellte dies den bislang höchsten Wert dar. Zum anderen haben die Statistiker herausgefunden, dass die Zustimmung wächst, umso länger die Menschen in der Kleeblattstadt wohnen. So gaben 94,4 Prozent der in Fürth geborenen Frauen und Männer an, gerne oder sehr gerne hier zu leben. Und auch bei den Zugezogenen steigt diese Quote kontinuierlich an. Weisenberger folgert daraus, dass es sich um eine Liebe handele, "die mit der Wohndauer wächst".

Aufschluss über die Gründe gibt eine weitere prominent gestellte Frage: "Wie würden Sie Fürth charakterisieren?" Spitzenwerte erreichten die Attribute "lebenswert", "Stadt mit viel Grün" und "Stadt der kurzen Wege". Weniger mit Fürth in Verbindung brachten die Befragten die Eigenschaften "Stadt mit viel Wirtschaftskraft" und "reizvoll". Das Institut interpretierte, dass die hohe Lebensqualität die Kleeblattstadt am stärksten kennzeichnet.

Auch die Entwicklung Fürths sahen mit 79,2 Prozent (2012: 72,9 Prozent; 2016: 79,2 Prozent) die meisten Bürgerinnen und Bürger weiterhin positiv. Nur etwa 5,5 Prozent attestierten einen Negativtrend. Zunehmend mehr Kritik gab es aber für die Arbeit der Stadtverwaltung. Die Zufriedenheitsrate sank von 67,3 Prozent auf 59,1 Prozent. Hinweise für die Ursachen lieferten die Aussagen zur Frage: "Wenn Sie OB wären, was würden Sie zuerst anpacken?" Genannt wurden zum Beispiel die langen Wartezeiten im Bürgeramt Süd, der Bürokratieabbau oder auch die Forderung, Amtsgänge durch Digitalisierung überflüssig zu machen.

Bei den Investitionswünschen dominierten die Schulen mit 77,1, der Wohnungsbau mit 65,9 und der Ausbau der Radwege mit 60 Prozent. Den niedrigsten Wert erhielt der Neubau von Straßen mit 20,4 Prozent. In der Innenstadt verzeichneten die Aspekte "Vielfalt an Geschäften" und "Warenangebote in den Geschäften" hohe Steigerungsraten. Sagten 2012 noch 20,6 bzw. 25,6 Prozent, sie seien zufrieden oder sehr zufrieden, waren es heuer 56,3 bzw. 59 Prozent. Gut kommt auch die neue Winterbeleuchtung an, die 85 Prozent gefällt.

Laut Weisenberger hat sein Unternehmen im Frühjahr 3000 Fragebögen versendet und dabei darauf geachtet, dass sowohl alle Altersgruppen ab 18 Jahren als auch alle Stadtteile berücksichtigt wurden. Die Rücklaufquote lag bei 36 Prozent. Dadurch sei es gelungen, repräsentative Ergebnisse zu erhalten.

Mit diesen zeigte sich auch Oberbürgermeister Thomas Jung zufrieden: "Die Studie belegt, dass die Fürtherinnen und Fürther gerne in ihrer Stadt leben und die positive Entwicklung der vergangenen Jahre auch wahrnehmen." Als Herausforderung sah der Fürther Rathauschef die abnehmende Zufriedenheitsrate mit der Stadtverwaltung. "Wir haben die Probleme erkannt, Maßnahmen ergriffen und arbeiten intensiv an ihrer Umsetzung", erklärte er. Dazu gehörten zum Beispiel der Umbau des Bürgeramts Nord, zusätzliches Personal für die Stadtverwaltung und die Bildung einer Digitalisierungsabteilung, die für weitere Online-Dienstleistungen sorgen soll.

 

Die Ergebnisse der Bürgerumfrage 2019 können Sie hier herrunterladen!

 


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