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Modern, urban, grün: So wird der neue Hallplatz

Vor dem Amtsgericht sind die Bagger angerückt: Bis Mitte September wird der Platz neu, urban und grün gestaltet. Foto: Birner

Pulsierendes urbanes Leben, aber auch grüner Rückzugs- und Ruheort inmitten der Großstadt statt ödes Pflaster: Oberbürgermeister Thomas Jung hat bei einem Pressetermin dieser Tage die Pläne für die Umgestaltung des Hallplatzes vorgestellt: Umrahmt von den historischen Gebäudeensembles des Stadttheaters, des Amtsgerichts und der Kirche Unsere Liebe Frau verglich das Stadtoberhaupt den Platz dabei hinsichtlich seiner städtebaulichen Qualität mit dem berühmten Gendarmenmarkt in Berlin.

Vor dem Amtsgericht sind die Bagger angerückt: Bis Mitte September wird der Platz neu, urban und grün gestaltet. Foto: Birner

Seit 1. April wird auf dem Areal vor dem Amtsgericht bereits fleißig gewerkelt. Wo bisher Autos geparkt haben, entsteht eine mit Sitzgelegenheiten eingefasste Grünfläche, die von Bäumen eingerahmt und mit Stauden bepflanzt ist. Bis Mitte September, rechtzeitig vor der Michaelis-Kirchweih, soll die Neugestaltung abgeschlossen sein.

Im Anschluss an die Königin der fränkischen Kirchweihen regieren dann erneut Bagger und Arbeiter, und zwar direkt am Hallplatz. Der erhält das gleiche kleinteilige Pflaster aus Granit wie der Franz-Josef-Strauß-Platz, das in Bogenform verlegt wird, weil das "besser zur historischen Bausubstanz passt", wie Stadtbaurätin Christine Lippert erläuterte. Lediglich der Vorplatz der Kirche Unsere Liebe Frau bilde eine Ausnahme. Hier weiche die Farbe des Pflasters etwas ab. "Es wird durch Linien kassettenartig unterteilt und spiegelt dadurch den Innenraum des Gotteshauses wider", so Lippert.

Die bis dato eher triste Grünanlage gegenüber wird deutlich erweitert und erhält neue Wege. Insgesamt werden 13 Bäume, zwölf davon entlang der Königstraße neu und zusätzlich gepflanzt.  

Doch das war noch nicht alles: Ist das Areal fertig, bekommt auch die Fläche zwischen Theater und City-Center ein neues und grünes Gesicht, die Hallstraße soll dann bis zum Theater hin als Fußgängerzone gestaltet werden.

Nach dem Umzug der Feuerwache in die Kapellenstraße will die Stadt das nächste urban-grüne Projekt in Angriff nehmen: die Helmstraße. Durch den Abriss einer seitlichen Mauer an der jetzigen Feuerwache soll auch hier ein neuer Platz entstehen – in der Größenordnung des Grünen Marktes, wie OB Jung sagte. Und er listet weitere Vorhaben auf: den Henry-Kissinger-Platz, den Bereich vor dem Ludwig-Erhard-Zentrum, der zur Fußgängerzone ausgebaut werden soll, den gerade entstehenden Wochenmarkt und die Hornschuchpromenade mit der Willy-Brandt-Anlage. Baureferentin Lippert spricht gar von einer "historischen Aufgabe, Inseln in der immer mehr verdichteten Stadt zu schaffen."


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