Neuigkeiten aus Fürth

Neues Zuhause für Rotwild

Foto: Amt für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz, Tölk

Über 280 Jahren nachdem der letzte Hirsch im Stadtwald erlegt worden ist, haben ein Hirsch, sechs Hirschkühe und vier Jungkälber auf einem rund zwei Hektar großen Areal in der Nähe der Erd- und Bauschuttdeponie Burgfarrnbach eine neue Heimat gefunden.

Foto: Amt für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz, Tölk

Noch etwas scheu zeigten sich die Tiere bei ihrem ersten großen Auftritt, als sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollten, und versteckten sich hinter Bäumen und Sträuchern. Doch wenn sie sich erst einmal an ihre neue Umgebung gewöhnt haben und zutraulich sind, dann werden die Vierbeiner ein weiterer Anziehungspunkt vor allem für Familien sein, hofft Oberbürgermeister Thomas Jung bei einem Vor-Ort-Termin. „Das Wildschweingehege ist seit Jahrzehnten ein beliebtes Ausflugsziel für Groß und Klein und jetzt haben wir am anderen Ende des Stadtwaldes eine weitere Attraktion“, freut sich der OB.

Überlegungen, das Rotwild ebenfalls in der Nähe des Wildschweingeheges anzusiedeln, scheiterten an den unterschiedlichen Bedürfnissen der Tiere. Denn Hirsche bevorzugen ein freies Gelände mit Wiesen, Bäumen und Sträuchern sowie Wasserstellen, um sich zu suhlen. Für eine dementsprechend große Fläche in der Nähe des Schwarzwildes hätte somit extra Wald gerodet werden müssen, so Stadtförster Martin Straußberger.

Allein auf 40 000 Euro belaufen sich die Materialkosten für das Gehege, weitere 8000 Euro mussten für die Tiere, die aus einem Gehege in der Nähe von Passau stammen, aufgebracht werden. Besonders erfreulich: Das nachhaltige Projekt konnte fast ausschließlich durch Spenden und Zuwendungen finanziert werden. So steuerte die Sparda-Bank 20 000 Euro bei, 15 000 Euro stammen von der Karl-Heinz Böhm Stiftung in der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Fürth und 10 000 Euro vom Verein Naherholungsgebiet Lorenzer Reichswald und Umgebung.

Thomas Lang, Vorstand der Sparda-Bank Nürnberg, freute sich, mit der Spende einmal mehr Natur und Umwelt unterstützen zu können. Und auch das Thema Bildung wird in Zukunft nicht zu kurz kommen. Denn schon bald soll ein Wald-Wild-Erlebnisweg, der als Rundweg vom Rotwildgehege über den Felsenkeller führt, anhand von Erläuterungstafeln über Forstwirtschaft und Waldtiere informieren.


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