Veranstaltungstipps in Fürth

Die Puppen machen wieder Theater

Foto: foolpool

Es zählt zu den größten seiner Art in Europa und zieht alljährlich das Publikum in der Region in seinen Bann. Das 21. Internationale Figurentheater-Festival präsentiert vom 24. Mai bis 2. Juni die ganze Palette vom klassischen Puppentheater bis hin zu modernsten, interaktiven Produktionen. 28 der insgesamt 180 Darbietungen und Vorstellungen von mehr als 70 Compagnien aus 20 verschiedenen Ländern sind in Fürth, vorwiegend im Kulturforum zu sehen.

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Auch in diesem Jahr wird der öffentliche Raum zur Bühne. So ist der US-Künstler David Zinn schon vor Festivalbeginn täglich vom 22. bis 27. Mai in der Innenstadt unterwegs und zaubert mit Kreide lustige Figuren wie sein grünes Monster Sluggo oder das geflügelte Schweinchen Phil aufs Pflaster. Mit einer „Herde der Maschinenwesen“ überraschen die Performancekünstler von foolpool am 24. und 25. Mai die Passanten. Im Hof des Kulturforums sorgen am 24. und 25. Mai die schrulligen Figuren vom „Lobbüro“ für Aufmunterung. An gleicher Stätte wechselt das Tanzwerk Vertikal am 24. und 26. Mai, jeweils um 21.30 Uhr mit einem akrobatischen Zusammenspiel von Musik, Licht und Tanz die Perspektive.

Neue Akzente setzt am Montag, 27. Mai, 18 Uhr, die Gruppe Rimini Protokoll mit der interaktiven Smartphone-Performance „Bubble Jam“ als deutsche Erstaufführung im Helene-Lange-Gymnasium. Ebenfalls Premiere feiert das Theater Kuckucksheim. Helmut Haberkamms fränkischer Western „Glopf an die Himmelsdür“ ist am Freitag, 24. Mai, 19.30 Uhr, mitsamt Liveband im Kulturforum zu sehen.

Erstmals beim Figurentheaterfestival dabei ist die Bühne Cipolla mit dem düsteren Stück „Der Untergang des Hauses Usher“ am Samstag, 25. Mai, 19.30 Uhr, sowie um 21 Uhr Michael Sommer, der sich mit Playmobil-Figuren Klassikern der deutschen Literatur widmet.

Futuristisch wird es am Sonntag 26. Mai, 19.30 Uhr, mit der Compagnie Meinhardt & Kraus, die in „Robot Dreams“ zwischen Figurentheater, Tanz und Neuen Medien ihre eigene Bildsprache findet. Die Themen Technik, Robotik und künstliche Intelligenz verarbeitet auch die Compagnie Selon l’heure mit dem Tänzer und Choreografen Ali Moini in ihrer Darbietung am Dienstag, 28. Mai, 20 Uhr.

Der international renommierte Puppenspieler Nikolaus Habjan und das Schauspielhaus Graz gastieren am Mittwoch, 29. Mai, 19.30 Uhr, im Stadttheater mit dem Stück „Böhm“, während das Theater Waidspeicher am Donnerstag, 30. Mai, 20 Uhr, im Kulturforum die Sage von Trojas Fall neu erzählt.

Poetisch-skurriles Musikpuppentheater über die Liebe bringt der Österreicher Christoph Bochdansky am Freitag, 31. Mai, 19.30 Uhr, unter dem passenden Titel „Himmel und Hölle“ mit nach Fürth. Mit einer musikalischen Liebesgeschichte geht es um 21.30 Uhr auch weiter, wenn Rike Schuberty die DDR-Legende von Paul & Paula auf die Bühne bringt.

Mit „Invisible Lands“ wirft das Livsmedlet Theatre am Samstag, 1. Juni, 18 und 22 Uhr, einen kunstvoll-kritischen Blick auf das Thema Flüchtlingskrise. „Godot“ heißt die Adaption des Theaterklassikers mit der Synchret Theatre Company um 19.30 Uhr.

Samuel Koch und Robert Lang beenden das Festival am Sonntag, 2. Juni, 20 Uhr, mit ihrem an eine Kafka-Erzählung angelehnten „Bericht für eine Akademie“.

Der Kartenverkauf startet am Samstag, 13. April. Das Programmheft liegt an allen Vorverkaufsstellen, in öffentlichen Einrichtungen, in den Theatern und Spielstätten aus. Mehr zum Programm gibt es im Internet unter figurentheaterfestival.de.


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