Veranstaltungstipps in Fürth

Fürth feiert die Vielfalt des jüdischen Lebens

 

Die Stadt Fürth feiert das Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ mit einer Veranstaltungsreihe zwischen September und Dezember, an der sich zahlreiche Einrichtungen beteiligen. In enger Zusammenarbeit des Kulturreferates der Stadt Fürth mit der Israelitischen Kultus-Gemeinde (IKG) Fürth und dem Jüdischen Museum Franken steht zwar auch die Geschichte, aber vor allem die Gegenwart jüdischen Lebens im Mittelpunkt.

Vorträge, Stadtführungen, Gespräche, Konzerte, Gottesdienste, Ausstellungen – das spannende und vielfältige Programm bietet knapp 30 Veranstaltungen an 16 verschiedenen Orten in der Stadt. Dabei wird besonders das Miteinander über Religionsgrenzen hinweg und das Kennenlernen jüdischen Lebens in den Fokus gestellt. Den Bürgerinnen und Bürgern soll das heutige Judentum in all seinen Facetten nähergebracht werden.

 

Einer der Höhepunkte ist dabei der Chanukka-Markt am Sonntag, 28. November. Hierbei wird in der Geleitsgasse, dem früheren Herzstück der jüdischen Gemeinde Fürths, mit kulinarischen Köstlichkeiten, einem Puppentheater, klassischen Dreidelspielen und vielem mehr ein buntes Fest für die ganze Familie gefeiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Chanukkia, ein achtarmiger Leuchter mit einem Zusatzarm. Jeden Abend wird eine Kerze angezündet.

Die Programmvielfalt spiegelt sich auch in den beiden Veranstaltungen des Fanprojektes Fürth wider. So steht am Donnerstag, 23. September, ein Vortrag über Walter Bensemann „Der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte“ auf dem Plan, vom 21. bis 23. September ist die Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden – Juden im deutschen Fußball“ zu sehen. Die 58. Fürther Kirchenmusiktage haben ebenso verschiedene Angebote zu deutsch-jüdischen Musikern im Programm.

Die zahlreichen und unterschiedlichen Programmpunkte zeigen auch den großen und breiten Stellenwert der jüdischen Geschichte für die Kleeblattstadt auf, so Daniela Eisenstein, die Leiterin des Jüdischen Museums. Oberbürgermeister Thomas Jung verwies darauf, wie sehr die jüdische Bevölkerung das Leben der Stadt bereichert und „Gutes getan“ habe. Gerade die vielen Stiftungen haben die Entwicklung Fürths geprägt.

Die Auftaktveranstaltung „L’Chaim – auf das Leben!“ findet am Sonntag, 12. September, 11.30 Uhr, im Stadttheater Fürth mit Musik, Film und Gesprächen statt. Der Eintritt ist frei, Anmeldung unter kultur@fuerth.de oder per Telefon unter 974 16 88.

Aufgrund der Unwägbarkeiten bei der Veranstaltungsdurchführung im Zuge der Corona-Pandemie sind Änderungen möglich. Informationen zur Teilnahme an den Veranstaltungen finden sich im Programmheft und auf unserer Website unter www.fuerth.de/321.


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